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Alvaro Siza

Nach seiner Ausbildung an der Hochschule der Bildenden Künste in Porto schließt er sein Architekturstudium in derselben Stadt ab.Ab 1955 arbeitet er im Büro von Fernando Távora, bis er gegen Ende der 1950er Jahre sein eigenes Büro gründet, wo er auch heute noch seine Tätigkeit ausübt.Die 1960er Jahre kennzeichnen den Beginn seiner Karriere als Dozent in einigen Universitäten der USA, Schweiz und Südamerika. Bis 1976, als er beschließt, an der Universität Porto nur Konstruktionslehre zu lehren.Die Nelkenrevolution und das Ende der Diktatur in Portugal sehen Alvaro Siza unter den Protagonisten des sozialen Neubeginns in Portugal mit diversen Projekten im Sozialsiedlungsbau. Er erhält die Aufgabe, einige Viertel in seinem Land, aber auch im Ausland, zu sanieren.Er beschäftigt sich auch mit der Sanierung des Berliner Stadtviertels Kreuzberg, ein Eingriff, der ihn in den 1980er Jahren das berühmt gewordene Projekt des Schlesischen Tors einbringt, das unter dem Namen ‚Bonjour Tristesse’ bekannt werden sollte: ein Wohnhaus, das für die Internationale Bauausstellung (IBA) in Berlin errichtet wurde.Unter den zahlreichen Gebäuden von Alvaro Siza sind besonders das Centro Galego de Arte Contemporanea in Santiago de Compostela, die Fakultät für Architektur und das Museum der Stiftung Serralves in Porto, die Fabrikhalle der Firma Vitra in Weil am Rhein, der portugiesische Pavillon der EXPO ’98 in Lissabon, das Projekt der Stadtrestauration des Campo di Marte auf der Giudecca (Venedig), die Umgestaltung des Palazzo Donnaregina in Neapel, heute Museum für Zeitgenössische Kunst (MADRE) bekannt.Ab Anfang der 1980er Jahre erhielt er zahlreiche und bedeutende internationale Auszeichnungen und Ehrungen, darunter den Mies van der Rohe Award for European Architecture, die Goldmedaille der Alva Aalto Foundation, den Arnold W. Brunner Memorial Prize, den Pritzker Architektur Preis, den Praemium Imperiale. Die Universitäten von Valencia, Lausanne, Palermo, Santander, Lima und Coimbra verliehen ihm die Ehrendoktorwürde.Als Industrial Designer arbeitete er mit bekannten internationalen Namen zusammen. Für FontanaArte entwarf er 1994 die Serie Falena.

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