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Gio Ponti

Mit seiner eklektischen Persönlichkeit ist er von Anfang an in den Bereichen Architektur, Malerei, Grafik und Bühnenbild tätig. Im Jahr 1920 erwirbt er am Mailänder Polytechnikum einen Hochschulabschluss in Architektur. Von 1923 bis 1930 ist er künstlerischer Leiter der Porzellanmanufaktur Richard-Ginori. Zusammen mit dem Verleger Gianni Mazzocchi gründet er im Jahr 1926 die Zeitschrift Domus, die er dann bis zu seinem Tode leitet. 1931 wird er zur künstlerischen Leitung der Firma Luigi Fontana berufen und 1932 gründet er zusammen mit Pietro Chiesa das Unternehmen FontanaArte.Er gehört zu den Förderern des italienischen Industrie-Designpreises Compasso d’Oro (Goldener Zirkel) und ist einer der Gründer des italienischen Designverbandes ADI. Bei mehreren Gelegenheiten leitet er die Programme der Mailänder Triennale und ist Dozent am Mailänder Polytechnikum.Von ihm werden zahlreiche bekannte öffentliche und private Gebäude entworfen, wie die Häuser in der Via De Togni, der Wohnturm in Corso Venezia, Palazzo RAI und Palazzo Ferrania, der Sendemast Torre Littoria im Sempionepark, das Pirelli-Hochhaus in Mailand, die Concattedrale von Tarent, Villa Planchart in Caracas und das Museum of Modern Art in Denver.Im Bereich Design sind die für FontanaArte gezeichneten Möbel, Leuchten und Gebrauchsgegenstände, der Stuhl Superleggera und die Möbel, die für Cassina entworfen wurden, die Bestecke für Christofle und die Keramiken für Richard Ginori stets aktuell. Von den für FontanaArte entworfenen Stücken werden einige, wie die Leuchten 0024, Bilia, Pirellina, Pirellone und der Beistelltisch Tavolino 1932, heute noch produziert.

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